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aktualisiert am 12.02.2025 13:19 |
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Abschulschlussgottesdienst für die 4.
Klassen
Thema: WIR DANKEN FÜR DIE SONNE |
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zum Dank der
SchülerInnen
Geschichte vom Krebs:
Erzähler:
Ein kleiner Krebs lief über den sandigen Meeresboden, wo es dunkel war.
Plötzlich blieb er überrascht stehen. Er rieb sich seine Augen, denn er sah
etwas Wunderschönes auf dem dunklen Meeresboden leuchten. Ein gelber Stein, ein
Bernstein leuchtete ihm entgegen. Staunend sagte er:
Krebs:
Du bist aber schön! Du leuchtest ja in der Dunkelheit. Wie machst du das?
Erzähler:
Der Bernstein freute sich, dass der Krebs sein Leuchten wahrgenommen hatte und
sagte:
Bernstein:
Das kommt von der Sonne! Die Sonne ist weit weg, ihre Strahlen aber erreichen
mich hier auf dem dunklen Meeresboden. Ich lasse mich vom Licht der Sonne
durchdringen, und so kann ich in dieser Dunkelheit leuchten.
Krebs:
Kann ich auch so leuchtend werden?
Bernstein:
Ja, kleiner Krebs, wenn du die Sonnenstrahlen in dich aufnimmst, kannst
du spüren, wie warm du wirst und andere können sehen, wie du leuchtest.
Krebs:
Hast du dein Geheimnis noch keinem verraten?
Bernstein:
Niemand glaubt mir! Fast alle sagen: Hier auf dem dunklen Meeresboden scheint
keine Sonne! Wir sehen die Sonne nicht, und was wir nicht sehen, das glauben wir
nicht.
Krebs:
Wenn ich dich nicht sehen würde, dann könnte ich auch nicht an die Sonne
glauben!
Bernstein:
Es könnte unter uns so schön sein, wenn viele von uns die Sonnenstrahlen in sich
aufnehmen würden. Alle könnten doch durchscheinend werden für das Licht der
Sonne.
Erzähler:
Der kleine Krebs war so froh, dass er richtige Freudensprünge machte, denn er
hatte verstanden, was der Bernstein ihm sagen wollte. Als ein Seepferdchen ihn
so herum tollen sah, sagte es hochnäsig:
Seepferdchen:
Warum freust du dich so, kleiner Krebs? Bin ich so schön, dass du dich an mir so
freust?
Krebs:
Ich habe etwas Schönes erlebt! Ich habe den Bernstein getroffen, und er hat mir
gesagt, wie wir durchsichtig werden können für die Sonne. Dann können andere
durch uns die Sonne leuchten sehen. Das Leben wird hell und schön hier auf dem
dunklen Meeresboden!
Seepferdchen:
Du spinnst! Du glaubst an etwas, was es gar nicht gibt. Die Sonne sieht man
nicht, und es ist unnütz, daran zu denken, dass sie uns verändern kann. Ich bin
mir selbst genug. Wichtiger als ich ist niemand hier unten.
Erzähler:
Hochnäsig schwamm das Seepferdchen weiter. Der kleine Krebs erzählte sein
Erlebnis mit dem Bernstein einem dicken Tintenfisch. Der sagte:
Tintenfisch:
Lieber, kleiner Krebs! Du erzählst mir Märchen. Die Sonne gibt es gar nicht. Sie
kann durch uns nicht hindurch scheinen. Ich weiß, dass es hier nur eins gibt:
Fressen oder Gefressen-Werden. Das Leben ist ein ständiger Kampf. Damit ich mich
verteidigen kann, hat Gott mir Drüsen gegeben, durch die ich eine dunkle
Flüssigkeit verspritzen kann. Wenn ich das mache, dann haben alle Angst vor
mir, und ich kann mich in Sicherheit bringen. Kämpfe um dein Leben, kleiner
Krebs, und gib den Traum von der Sonne auf! Du wirst nie durchsichtig werden!
Erzähler:
Der kleine Krebs hatte noch viele Begegnungen mit großen Lebewesen auf dem
dunklen Meeresboden. Von der Sonne, die ihre Strahlen in die Dunkelheit fallen
lässt, wollte niemand etwas hören. Doch dann traf er auf kleine Fische und
Lebewesen. Die hörten ihm gern zu. Sie träumten mit ihm von der Sonne, die weit
über dem Meer ist. Sie wollten ihre Strahlen in sich aufnehmen. Der kleine Krebs
merkte gar nicht, dass er immer durchsichtiger wurde. Von Tag zu Tag wurde er
leuchtender. Alle, die ihm begegneten, staunten über das Licht, das von ihm
ausging. Als er starb, wuchs da, wo er begraben wurde, ein kleiner brauner
Bernstein, der den Traum vom kleinen Krebs erzählte: Es ist richtig und wichtig,
durchsichtig zu werden für das Licht, für die Sonne.
Dank nach der Kommunion:(von den SchülerInnen selbst verfasst)
-
Lisa: Ich
möchte dafür danken, dass wir vier Jahre lang in diese schöne Schule gehen durften.
-
Julia: Ich
danke für die vielen schönen Schulstunden.
-
Anna: Für
die vielen interessanten Lehrausgänge möchte ich danken.
- Julia:
Lieber Gott, ich danke dir dafür, dass wir so nette Eltern haben und in so liebe
Familien hineingeboren wurden.
- Alex: Ich
danke Gott dafür, dass er uns jeden Tag schützt und segnet.
-
Sophie: Für
die vielen lieben Mitschüler möchte ich danken.
-
Katrin: Ich
danke Gott dafür, dass ich sehen, sprechen und gesund leben darf.
- Sebastian:
Ich danke Gott für die lieben Lehrer, die mit uns gearbeitet haben.
-
Christina:
Ich danke, dass ich in einem friedlichen Land leben darf.
-
Andrea: Ich
danke Gott dafür, dass nach jedem Streit durch die anschließende Versöhnung
unser Leben wieder froher und heller wurde.
-
Katharina:
Ich danke Gott für alle Menschen, die uns im Lauf unserer Schulzeit Freude
bereitet haben und so das Licht der Liebe Gottes zu uns durchscheinen ließen.
- Emily: Gott,
all die vier Jahre meiner Volksschulzeit habe ich hier verbracht. Das ist leider
jetzt vorbei. Bald bin ich schon ein großer Schüler. Aber meine Zeit als
Volksschüler werde ich sicher nie vergessen. Gott, danke, dass du mir so eine
schöne Zeit bereitet hast.

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